Vom Gründungsvater des Monetarismus
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Kapitalismus und Freiheit (Gebundene Ausgabe) Zu seinem 90. Geburtstag wird das Standardwerk des Gründungsvaters des Monetarismus neu aufgelegt: In »Kapitalismus und Freiheit« sind sind all jene Positionen vertreten, für die der streitbare US-Ökonom und Nobelpreisträger seit Jahrzehnten gefeiert oder verdammt wird.

Milton Friedman kämpft unermüdlich für den unbeschränkten Liberalismus, überzeugt von der Einsicht, daß die Selbstheilungskräfte des freien Marktes die gerechteste Verteilung des Volksvermögens gewährleisten. Jeder Eingriff des Staates hingegen, und sei er aus noch so guten Absichten, behindert den Wettbewerb und führt daher zwangsläufig zu Fehlallokationen.

Im Mittelpunkt seiner volkswirtschaftlichen Modelle steht die Geldpolitik. Staatliche Interventionen in gesamtwirtschaftliche Abläufe dürften allein über die Ausweitung oder Einschränkung der Geldmenge erfolgen, nicht einmal - wie heute üblich - über die Höhe des Zinssatzes. Diese Schule des reinen Monetarismus stellt bis heute den überzeugendsten Gegenpol der von John Maynard Keynes vertretenen Lehre der Nachfragebelebung dar.

Möglicherweise wäre Friedman wie zahlreiche seiner Fachkollegen rasch in Vergessenheit geraten, wenn nicht zwei der bedeutendsten Weltpolitker seine Lehre in den 80er als Vorbild für ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik genommen hätten: Ronald Reagan und Margaret Thatcher reformierten mit ihrem klaren Bekenntnis zum marktwirtschaftliche Liberalismus den kränkelnden Sozialstaat im jeweiligen Land.

Doch Friedman beschränkt sich nicht allein auf ökonomische Fragen: Seine Denkanstöße zu gesellschaftlichen Themen werden bestimmt durch die prinzipielle Abneigung gegen jede Form staatlicher Restriktion. Neben der Abschaffung der Wehrpflicht und Schulpflicht tritt er beispielsweise auch für die Legalisierung von Drogen ein, was ihm außerhalb seiner Disziplin der Wirtschaftswissenschaften eine bunte Schar von Kritikern eingebracht hat.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 26. Juli 2002
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